Curaçao - Blaue Wasser, bunte Farben und offene Herzen
In karibischen Farben smaragdgrün leuchtend begegnet mir das Wasser der Antilleninsel Curacao, zu denen ja auch Aruba & Bonaire als sogenannte ABC Inseln zählen. Es ist die Karibik in ihren Farben, wie man sie sich vorstellt.
Curacao - woher kommt dieser Name eigentlich? Gesicherte Informationen dazu gibt es nicht, man meint es kommt aus dem spanischen Corazon, was soviel wie Herz bedeutet. Im portugiesischen bedeutet der Name Heilkunst und bezieht sich wohl auf die Heilung der Matrosen von Skorbut nach monatelangen Seefahrten durch das Essen von Frischobst auf der Insel.
Die 444 Quadratmeter kleine Insel vor der Küste Venezuelas mit seiner Nebeninsel Klein Curacao ist bis heute Teil des Königreichs der Niederlande und gehört zu den sogenannten Niederländischen Antillen, zu denen auch Aruba & Bonaire zählen. Die ursprünglichen Einwohner waren die Arawak, ein indigener Stamm, der hier siedelte. Die Spanier kamen 1499 und 1634 waren es die Niederländer, welche die Insel eroberten. Doch die Sprache ist hier keinesfalls nur niederländisch, auch wenn dies die offizielle Amtssprache ist. Die Bevölkerung spricht Papiamentu, das ist eine kreolische Sprache die sich aus portugiesischen, spanischen und niederländischen Wörtern zusammensetzt und von den Einheimischen heute gesprochen wird. Papiamentu geht auf das Spanisch portugiesische Verb „papea“ zurück und bedeutet soviel wie Geplapper. Freudig werde ich am Flughafen mit einem herzlichen „Bon Bini“, das heißt Guten Tag, begrüßt.
Schon beim Anflug auf die größte der drei Antilleninsel stelle ich fest dass dieses Eiland von seinen traumhaften Stränden profitiert. Und so genieße ich die ersten Eindrücke in meinem neuen Domizil, meinem Ressort für die kommenden Tage. Die im Wind wiegenden Palmen und das azurblaue Wasser, das an den weißen Sandstrand schlägt begrüßen mich in bilderbuchgleicher Schönheit. Die ansonsten recht trockene Insel glänzt vor allem durch ihre traumhaften Strände, die sich rings um die kleine Antilleninsel verteilen. Dabei sind es vor allem die Strände im Süden, die wegen ihres flachen Einstiegs und der breiten Sandstrände besonders beliebt sind, darunter Mambo - und Kokomo Beach, Playa Porto Marie, Playa Piskado und viele weitere Strände, die vor allem im Süden und Westen der Insel liegen. Im Westen am äußersten Zipfel der Insel Curacao finden sich vor allem Taucherparadiese. Hier braucht niemand moderne Infinity-Pools, die es wohl tatsächlich in einigen Ressorts auf der Insel gibt, hier ist das Meer der beste Pool.
Auf Curacao braucht man ein Auto, ein Mietwagen ist daher lohnenswert und so mache ich mich auf mit meinem Gefährt die Insel zu erkunden. Auf dem Weg halte ich an den Salinen von Jan Kok und treffe hier auf die pink gefiederten Bewohner der Insel. Es sind Flamingos die beliebte Attraktion in den Gewässern stehen und nach kleinen Krebsen als Nahrung suchen, deren Farbstoff ihr Gefieder pink färbt.
Klein Curaçao – einsame Insel mit Traumstrand
Davon will ich mehr erleben. Und so begebe ich mich bereits am nächsten Tag auf eine Schiffstour zur 2 Stunden entfernten und zu Curacao gehörenden Insel Klein Curacao. Es ist ein wahres Inselhopping, denke ich bei mir, während ich auf das gut ausgestattete Boot steige und mich zu einem Tagesausflug auf die kleine Insel südlich der großen Schwester begebe. Der Wellengang an diesem Morgen ist ordentlich und ich bin froh dass ich mit einem richtigen Schiff und nicht etwa, wie ebenfalls angeboten mit einem Katamaran, die Überfahrt angetreten habe. Vorbei an grünen Uferböschungen und dem seltsam anmutenden Tafelberg, den es tatsächlich analog zu dem in Kapstadt hier in klein gibt, geht es hinaus aufs hohe Meer. Delfine lassen sich ob des hohen Wellengang es heute nicht blicken, sind aber sonst stets Begleiter der Schiffstour versichert mir Kapitän Travis.
Schon von Ferne ragt der ehemalige Leuchtturm der völlig unbewohnten Insel aus dem Meer heraus und signalisiert mir die baldige Ankunft. Die Insel Klein Curacao war einst eine Quarantäne-Insel für Sklaven und wurde im 17. Jahrhundert von dänischen Seglern entdeckt. Heute befinden sich auf der Insel nur noch der ehemalige Leuchtturm, das Wrack des 1986 verunglückten Tankers Maria Bianca Guidesman und das einer Jacht. Doch die Ausflügler kommen vor allem wegen der traumhaften Strände und des einzigartigen Wassers hierher. Die Sonne brennt schon früh am Morgen und ich bin froh, dass meine Ausflugsgesellschaft die einzige ist, die ein paar kleine gut organisierte Hütten auf der Insel betreibt, unter denen man Schatten suchen kann wenn man aus dem seichten Wasser vom Baden zum Strand zurückkehrt. Die Schiffscrew wirft einige Brot Brocken ins Meer und dann ist es Zeit sich die Taucherbrille und Schnorchel zu schnappen. Nichts wie rein ins Wasser, denn hier wird es plötzlich lebendig, tausende bunter, kleiner Fische werden von den Brotstückchen angezogen und bieten dem Schnorchelnden Beobachter ein lebhaftes Bild vom bunten Unterassertreiben in der Karibik.
Schade, dass ich heute keine Wasserschildkröten sehe, die normalerweise ebenfalls angezogen werden und sich dann gut beobachten lassen. Aber ich werde am kommenden Tag noch ausreichend Gelegenheit haben, diese Meerestiere aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen.
Hoch im Westen am Playa Piskado, etwa eine Autostunde von Willemstad entfernt, befindet sich der sogenannte Fischerstrand. Hier kann man besonders gut und sehr nah am Ufer Wasserschildkröten beobachten. Und warum ist das so? Weil die einheimischen Fischer ihre frisch gefangenen Fische über den Pier an Land bringen und den Teil des Fangs, den sie nicht verwenden können zurück ins Meer werfen. Das zieht die Meeresschildkröten an, die sich an dem kostenlosen Snack gerne satt essen. Zur Freude der Schnorchelnden Strandbesucher. Dabei fällt mir auf, dass hier vor allem auch Tagesausflugsgruppen hinkommen, die dieses Erlebnis teuer im Internet gebucht haben. Das muss aber gar nicht sein, man kann auch völlig kostenlos zu diesem Strand fahren, ins Wasser gehen und sich vormittags zwischen 11 Uhr und 12 Uhr wenn die Fischer ihre Fischabfälle ins Meer werfen an dem bunten Treiben unter Wasser erfreuen. Denn nicht nur die Wasserschildkröten sondern auch zahlreiche größere, bunte Fische werden angezogen und tummeln sich in der Bucht.
Chici oder die Idee eines originären Wahrzeichens
Mehr kann ich erleben auf Curacao der kleinen Insel mit seiner großen Vielfalt und seinen äußerst freundlichen Menschen. Und so suche ich Serenas Kunstfabrik auf. Denn hier wird etwas ganz Besonderes hergestellt. Es ist die Figur der Chici. Das bedeutet soviel wie Tante. 2008 gründete Serena Jeannette Israel, die Schöpferin des Chichi diese Manufaktur. Sie selbst hatte sich 2001 auf Curacao niedergelassen, nachdem sie acht Jahre lang in einem selbstgebauten Segelboot um die Welt gesegelt war. Die eigentlich aus West-Berlin stammende Künstlerin entwickelte bereits in jungen Jahren ihre Leidenschaft für Farbe und Form. Serenas erstes Chichi wurde im Landhuis Bloemhof geboren wo sie ihren Schülern die Kunst des Pappmache beizubringen versuchte. Die Figur und der Name selbst wurden aus der einheimischen Bezeichnung für Tante entnommen. In ihrer Kunstfabrik kann man heute an Workshops teilnehmen, in denen man sich selbst eine eigene Chichi bunt bemalen kann.
Ich schaue mir interessiert an, wie Chris, ein Mitarbeiter der Manufaktur, den Gipsabdruck für die Rohform Chichi befüllt. Nebenan bemalt gerade eine andere Mitarbeiterin eine riesige Chichi als Auftragsarbeit. Die Figur begegnet mir in allen Größen und Positionen noch viele Tage auf der Insel und bietet für Reisende ein lustiges und kreatives Mitbringsel aus Curacao.
Lebendiges Willemstad
Und bunt geht es auch weiter bei meiner Reise über die Karibikinsel. Die Hauptstadt Willemstad ist mein nächstes Ziel. Denn hier gibt es wahrlich nicht nur unzählige Souvenirshops, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die bekannte bunte Kulisse direkt am Hafen lädt mich ein, über die Königin Emma Brug, eine schwimmende Wasserbrücke, zu spazieren die beide Teile von Willemstad miteinander verbindet. Aus dem bunten und lebendigen Stadtteil Otrobanda kommend, entdecke ich die Sehenswürdigkeiten im Zentrum.
In hellem gelb erstrahlt das Fort Amsterdam, das zu den ältesten Festungen der Insel Zelt und von der westindischen Kompanie auf Curacao 1707 gegründet wurde. Hier sitzt bis heute der Gouverneur und das Parlament der Insel. Oberhalb von Willemstad liegt auf einem Felsen das Fort Nassau mit atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und die Bucht. Heute ist im Fort ein gehobenes Restaurant.
Willemstad ist eigentlich in vier Viertel unterteilt. Punda ist das Hauptzentrum, in dem auch fort Amsterdam liegt. Das bunte Viertel Otrabanda werde ich später noch besuchen. Punda gilt als das kulturelle Zentrum der Stadt mit bunten Häusern coolen Bars Beach Clubs, Märkten und zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie etwa auch der Synagoge mitten im Zentrum. Denn auf Curaçao gibt es zahlreiche Nachfahren der sephardischen Juden, die im 7. Jahrhundert aus Spanien und Portugal vor der Inquisition geflohen sind.
Neben der schwenkbaren Königin-Emma-Brücke, die mehrfach am Tag für große Schiffe geöffnet wird und eine echte Attraktion für Fußgänger ist, gibt es noch die Königin Juliana Brücke, die Autobrücke mit der man Sint Anna bay überquert. Die Sint Anna Bay brennt die beiden Stadtteile Orobanda und Punda in Willemstad. Lebendig und quirlig geht es in der Hauptstadt zu. Hier merkt man, dass auf Curaçao zahlreiche Ethnien vertreten sind. So bunt gemischt ist diese Insel. Kein Wunder, dass die Stadt UNESCO Weltkulturerbe ist. Ich bummle durch die Straßen des Zentrums in Punda bewundere die kleinen Galerien die sich zwischen den zahlreichen Souvenirshops auftun und gelange schlussendlich zum Alten Markt. Ein echtes kulinarisches Highlight, denn hier werden mittags von den Frauen der Stadt frische kreolische Gerichte in großen Töpfen zubereitet. Besser kann man die Küche des Landes nicht kennenlernen. Oder etwa doch? Die Antwort finde ich einen Tag später außerhalb von Willelmstad.
Farbenfrohes Otrabanda
Zuerst möchte ich aber den gegenüberliegenden Stadtteil Otrabanda entdecken. Dieses Stadtviertel entstand zu Beginn des 18 Jahrhunderts. Der Name Otrabanda bedeutet in der einheimischen Sprache Papiamento „das andere Ufer“.Otrabanda mutet chaotisch an, die Gässchen sind verwinkelt, Plätze versteckt, doch genau das macht seinen besonderen Charme aus. Markant ist neben den zahlreichen bunten Häusern vor allem auch die Sint Anna Basilika, deren Ursprung auf eine Kapelle aus dem Jahr 1757 zurückgeht.
Sassys karibische Schatzkiste
Bei dem Bummel durch das bunte Otrabanda, fallen mir vor allem die farbenfrohen Häuschen auf, die dem südamerikanischen Kolonialstil ähneln. Ich besuche die einzige Geschäftsstraße des Ortsteils, abseits des touristischen Treibens. Hier finden sich augenscheinlich vorwiegend Bekleidungsläden.
Doch was ist das? Ich passiere einen unscheinbaren Shop ohne Schaufenster, mit vergitterter Fassade. Die Tür steht offen. Ein älterer Mann sitzt am Ende des Ladenraums und winkt mich heran. Ich trete zögerlich ein und stehe sogleich inmitten einer karibischen Schatzkiste, die ihres Gleichen sucht. Der Alte heißt Sassy und führt den Laden, den seine inzwischen gebrechliche Mutter einst gründete, mehr schlecht als Recht weiter. Der Ladenraum ist übersät mit Holzschnitzereien, die Sassy als Geschäftsmann aus der ganzen Karibik zusammengetragen hat. Aufgebaut in grob zusammengezimmerten Regalen stehen die kleinen Kunstwerke wie stumme Zeugen des bunten karibischen Lebens beieinander. Teils sind sie bereits angestaubt. Auf dem Boden und in den Ecken sind Massen von Hüten aus Südamerika und der Karibik aufgestapelt. Panamahüte neben bäuerlichen Kopfbedeckungen aus Stroh suchen hier neue Besitzer. Sassy hat sie alle mit Leidenschaft und Akribie zusammen getragen. Was wie ein unübersichtliches Gewusel anmutet, ist eine außergewöhnliche Fundgrube für Sammler und Jäger von absonderlichen Mitbringseln.
Der Laden macht von außen nichts her klagt Sassy und er selbst ist auch nicht mehr der Jüngste. Aber zu jedem einzelnen seiner Stücke weiß er was zu erzählen. Karibische Geschichten, die das Leben schreibt. Spannend. Und das Zuhören bereitet mir als fasziniertem Besucher genauso viel Vergnügen, wie Sassy, der froh ist, wenn er jemandem seine Geschichten erzählen kann. SO ganz anders, als das übliche Souvenir-Angebot in Punda kommt Sassys Laden daher. Hier pulsiert karibisches Herzblut. Beschwingt und beladen mit zwei Schnitzfiguren der besonderen Art ziehe ich weiter, Sassy winkt mir an der Ladentür hinterher. Es sind diese kleinen Begegnungen, mit denen die karibische Herzlichkeit immer wieder zum Ausdruck kommt.
Alles Fisch bei Gina Eine Geschichte, die das Leben schreibt
Lachend begrüßt mich Gina in ihrem kleinen Restaurant mitten im Nirgendwo und doch gar nicht so weit von der Hauptstadt Willemstad entfernt. Bei ihr gibt es Fisch.
Schon der Eintritt in ihr kleines Lokal ist ein Erlebnis. Denn man kommt nicht etwa durch den Gastraum ins Innere, sondern vorne hinter der Tür liegt zunächst einmal die Küche, die jeder Gast passieren muss. Und hier bereiten 3 fleißige Frauen die leckeren Fischgerichte zu, während dahinter am Grill der Koch den fangfrischen Fisch brät. Und welcher das ist das weiß selbst am Morgen Gina noch nicht. Es gibt, was die Fischer von den benachbarten Fischerhütten ins Lokal bringen. Nur eines ist ganz sicher: Alles ist garantiert fangfrisch. Ich lasse mich von den herrlichen Gerüchen hineinziehen und begebe mich auf das etwas wackelige floss das dem aus Holz gefertigten Gastraum am Ende des kleinen Lokals angeschlossen ist. Je nachdem, wie viele Gäste hier an den vier Tischen sitzen, hat das Floss eine leichte Schlagseite nach links oder rechts. Die Fenster hier sind eigentlich halb geöffnete Luken durch die man auf den ruhigen Seitenarm des Meeres blicken kann. Pelikane schwimmen um das eigentümliche Restaurant herum, in der Erwartung einige Fischabfälle zu ergattern die von der Küche ins Wasser fliegen. Gina serviert lachend an allen Tischen und verbreitet mit ihrer Art eine familiäre Fröhlichkeit wie sie typisch für die Menschen der Insel ist. Sie erzählt mir, dass Sie 2014 ihr Lokal mit nur einem Tisch eröffnet hat. Sie sprach mit den lokalen Fischern, dass sie ihr den Fang des Tages verkaufen, den sie in ihrer kleinen, damals noch ohne Elektrizität und Wasser ausgestatteten Hütte servieren wollte. Nur lokale Fische, nicht wie die großen Restaurants importierte Ware. Niemand hat an sie geglaubt, nur ihr Mann. Sie begann, nach Omas Rezept zu kochen, ihr Mann putzte die Fische. Sie stellte bald einen Koch ein, damit sie sich um die Gäste mehr kümmern konnte. Das Geschäft begann zu laufen, weil sich herumsprach, dass bei ihr alles frisch und lecker ist. Wer ihr Restaurant kannte, erzählte es weiter und kam regelmäßig. Auch manch ein Tourist kam vorbei, der einen Tipp von einem Einheimischen erhalten hat. Heute hat Gina 6 Tische, aber ohne Reservierung geht nichts. Es ist eine Geschichte, die das Leben schreibt. Wie aus Hoffnung und Fleiß ein Traum wahr wird.
Wieder einmal treffe ich auf diese unverwechselbare Herzlichkeit ,die mir schon so oft in den letzten Tagen auf Curacao bei den Einheimischen begegnet ist. Und obwohl ich zum ersten Mal in dem kleinen Lokal im Nirgendwo bei Gina bin, werde ich behandelt als wäre ich bereits ein Familienmitglied und Stammgast.
Ein bisschen Kultur
Doch es gibt nicht nur Naturschönheiten auf der Insel.. Curacao ist seit Jahrhunderten eine Kolonie der Niederlande und so gibt es bis heute zahlreiche ehemalige Plantagenhäuser die heute als Landhäuser sogenannte Landhuises zu kulturellen Stätten umgewandelt wurden. Viele davon kann man besuchen und sich über Kultur und Geschichte der Insel informieren.
Das bekannteste Landhuis ist wohl der von der Künstlerin May Henriquez Mitte des 20. Jahrhunderts geschaffenen Künstlerdorfs Bloemhof, in dem sich die Dornen Kathedrale befindet, einer aus drei Millionen Dornen zusammen geflochtene und begehbare kathedral-ähnliche Baukunst die geprägt ist durch die Harmonisierung der Religionen. Der Bau selber hat die Form eines indigenen Kopfes und das hat den Grund dass die indigenen Völker sehr mit der Natur verbunden waren. In den meisten anderen Landhäusern findet man Restaurants.
Und dann gibt es noch das Landhaus Cholobo. Hier wird der berühmte Blue Curaçao Likör hergestellt oder zumindest wird hier gezeigt wie dieser hergestellt wird. In einer spannenden 10-minütigen Tour kann man sich an weniger spannenden Bildern und Exponaten darüber informieren wie der Likör welcher aus den Schalen der Bitterorange, der Arancha, mit einigen weiteren Zutaten zu einem zunächst einmal weißen Alkohol komponiert wird. Die Spanier hatten erfolglos versucht, Orangen aus Valencia auf der Insel anzupflanzen, das Ergebnis war eine bittere Frucht. Aus genau den Schalen dieser misslungenen Frucht wird nun der Likör gewonnen, indem man die ätherischen Öle aus der Schale destilliert. Und woher kommen nun die Farben blau, rot, grün, oder orange? Das ist alles Farbstoff erklärt der Guide eigentlich handelt es sich hier um einen Marketing-Gag um die Kunden zu begeistern. Der Likör schmeckt immer gleichmäßig süß. Inzwischen gibt es noch drei weitere Geschmacksrichtungen nach Kaffee Schokolade oder Tamarinde.
Viel gibt es zu entdecken auf Curaçao und umso mehr bietet die paradiesische Insel der Karibik die Gelegenheit, sich einfach unentdeckt der bedingungslosen Entspannung hinzugeben. Selbst, wenn man die Insel und ihre Sehenswürdigkeiten innerhalb von zwei Wochen kennt, so bleibt sie doch immer ein unbekanntes Sehnsuchtsziel mit hoher Anziehungskraft dank ihrer herzlichen Menschen und ihrer einladenden Art.
