Bora Bora, Tahiti oder Moorea – die Augen von Reisenden beginnen zu leuchten bei diesen Inselnamen. Am schönsten lassen sie sich mit dem Segelboot entdecken. Der von Tahiti/Papeete absegelnde Katamaran bringt Inselhopper zu den schönsten Plätzen der Gesellschaftsinseln - einige spektakuläre Landgänge inklusive!
Unterwegs in der Südsee
Die Gesellschaftsinseln, die zur 118 Inseln umfassenden Archipelwelt von Französisch-Polynesien gehören, liegen am anderen Ende der Welt. Reisende aus Europa müssen Flüge bis zu 30 Stunden einplanen ins Südseeparadies – und 12 Stunden Zeitunterschied. Fruchtbare Inseln mit dichten Regenwäldern und grünen Bergen, in fünf Archipelen wie auf Perlenschnüren aufgefädelt, liegen verstreut auf 4,5 Millionen Quadratkilometern. Die bekannteste Gruppe sind die Gesellschaftsinseln oder „ Society Islands“, zu denen Tahiti, Moorea, Huahine, Raiatea und die Perle der Südsee - Bora Bora - gehören.
Das Klischee der Südseeidylle mit türkisfarbenen Lagunen, leuchtenden Sandstränden und magisch schönen Overwater Bungalows wird hier Wirklichkeit. Nebst bei lockt spektakuläre Natur mit Bergen, Fjorden, Klippen und Wasserfällen, dazu polynesische Kultur – es ist also Traumziel für Genießer und Entdecker. Gerade deshalb ist nach dem internationalen Flug ein Aufenthalt auf Tahiti fast ein Muss. Zeit zum Akklimatisieren im tropischen Klima – und zum Schauen, Staunen und Genießen. Vormittags in den Bergen spazieren, auf spektakulären Aussichtspunkten fotografieren, nachmittags am Strand chillen und abends mit dem Sundowner in der Hand das Sonnenuntergangspektakel und feinste Hotellerie genießen.
Der erste Südseeswing: Papeete und Tahiti
Die Inselhauptstadt Papeete verzaubert nicht auf den ersten Blick, ganz im Gegenteil: hier gibt es kilometerlange Straßenstaus Staus und Hektik. 70 % der 260.000 Menschen Franz. Polynesiens leben hier, Papeete ist der Sitz der Verwaltung - und das Leben ist enorm teuer. Der Charme der Stadt liegt im Detail. Also rein in die geschäftige Inselmetropole mit französischen Kolonialbauten, Promenaden, grünen Parks – und dem allmorgendlichen Obstmarkt. Eine Orgie von Düften, Gerüchen und Farben empfängt den Besucher, Kostproben von fremdartigen Früchten verführen zum Verkosten. Und vielleicht findet sich hier in den kleinen Shops ja auch das so typisch bunte Südseehemd oder Kleid für die Reisetour. Die Lage von Hafen und Stadt vor 2000m hohen tiefgrünen Bergen ist jedenfalls genial. Ein Muss ist auch die Inselrunde um Tahiti Nui, von der „guided Tour mit Chauffeur“ bis zur Mietwagenrunde ist alles empfehlenswert. Oder doch mit dem öffentlichen Bus im Hop On – Hop Off Stil unterwegs sein, dabei lässt sich die Seele von Tahiti mit den Einheimischen schon gut erkunden. Und berühmte Sights wie das Gauguin Museum oder der Botanische Garten lieben an der Strecke. Ganz anders, tiefgrün mit Almlandschaften, spitzen Berggipfeln und Wasserfällen, präsentiert sich tags darauf das Inselinnere von Tahiti auf seiner einzigen möglichen Inlandsdurchquerung durch das Papenoo Tal. Vorbei am wild zerklüfteten 2066m hohen Mount Aorai – übrigens eine sehr empfehlenswerte 2 tägige Bergtour – geht’s von Nord nach Süd.
Und auf der kleineren Schwesterinsel Tahiti Iti wartet die „Kleine Normadie“ mit Almen, Kühen, Farmen – und einem tollen Aussichtspunkt. Von dort ist der Weg bis zur Olympische Surfwelle von 2024 nur kurz. In Teahupoos meterhohen „Schaumrollen“ sollen bei den Olympischen Spielen 2024 die weltbesten SurferInnen ihre Olympiasieger ermitteln.
Leinen los
Wohl am schönsten ist es Tahiti & Co per Segelturn zu erleben. Es ist ein erhabenes Gefühl vom Wind und Wellen getragen Insel um Insel anzusteuern. Erfahrene Skipper investieren Monate, viel Energie und noch mehr Geld dafür. Es geht aber durchaus bequemer und ohne viel Verantwortung per Segelcharter durch die Welt der Gesellschaftsinseln zu kreuzen. Der weltweit agiere Segel- Charter Veranstalter Dream Yacht Charter bietet – von Tahiti, Bora Bora oder der Heimatinsel Raiatea ausgehend – 8- bis 11 tägige Segeltörns auf hohem Niveau an. Die luxuriösen Segelkatamarane ziehen zu festen Terminen ihre Routen durch das Blau (Türkis) der Südsee. Individualität ist oberstes Gebot, die modernen Kats verfügen über 6 klimatisierte Doppelkabinen, jede mit eigenem Bad. Und ein Sonnendeck, ein gemütlicher Aufenthaltsraum und ein Esszimmer mit CD Player sorgen für einen entspannten Aufenthalt. Statt tausender neuer Bekanntschaften am Kreuzfahrtschiff gibts am Katamaran nur eine kleine Gruppe von Mitreisenden. Ein professioneller Captain kümmert sich um das Segeln, ein Koch (eine Köchin) bereitet Ihre Mahlzeiten aus frischen lokalen Produkten vor. Der Einkauf erfolgt auf lokalen Märkten, manchmal sorgen Captain und Belegschaft auch mit fangfrischem Fisch direkt von Kat für die nächste Mahlzeit. Und die Touren selber sind genial geplant und „maßgeschneidert“, durch den geringen Tiefgang des Katamarans können abgelegene Buchten, Ankerplätze und spezielle Schnorchelplätze erreicht werden, die die großen Kreuzfahrtschiffe nie erreichen.
First Stop - Moorea
Eine der schönsten Inseln ist nur durch eine 17 Kilometer breite Meerenge von der Westküste Tahitis getrennt ist. Zahlreiche weiße Sandstrände, vielfältige Korallengärten und eine reichen Unterwasserfauna machen sie zu einem bevorzugen Reiseziel. Genüsslich segelt unser Captain in 2 Stunden rüber, gerade einmal 45 Minuten benötigen die Schnellfähren für die Überfahrt. „Welcome in Paradis!“, lächelt Captain Tony, der sehr schöne Ankerplätze für die ersten Schnorchelgänge wählt. (Schnorchelausrüstung gratis). Von der außergewöhnlichen Schönheit Mooreas war auch der berühmte James Cook angetan, 1869 ankerte er in der 5-Sterne-Bucht Opunohu Bay. Später wurde dann die nicht minder schöne Nachbarbucht nach ihm benannt. Beide Buchten, die sich tief und fjordähnlich ins Inselinnere hineingraben, zählen sicher zu den schönsten Naturhäfen der Welt. Der Ausblick auf die gebirgige Insel von dort ist jedenfalls phänomenal.
Tags darauf ist ein Landgang geplant, wir marschieren wir auf der „Pineapple Route“ durch Ananasfelder bis zum pittoresken Belvedere Aussichtspunkt. Hier faszinieren 1000 m in den Himmel ragende Vulkanberge und die schönsten Grüntöne. „ 50 Shades of Green“, orakelt der lokale Guide. Ab Mitte Juli geben sich vor der Küste die Wale ein Stelldichein, Whalewatching und sogar „under water watching“ mit der Taucherbrille wird hier angeboten, beim Katamarantrip ist Whalewatching sogar gratis. Dier ersten Segeltage sind jedenfalls ein wunderbarer Einstieg in die Welt der Südsee.
Raiatea
Die nächste Überfahrt wartet, Raiatea ist das Ziel. „Die Insel wird geprägt von majestätischen Bergen mit üppig dicht bewachsenen Vulkankratern, schönen Wasserfällen und dem sehr markanten Gipfel des 1017 m hohen Mt. Tefatua ganz im Zentrum der Insel.“, hatte Captain Tony beim Briefing am Vorabend erklärt. Wir ankern am Morgen an schönen Schnorchelgründen in versteckt gelegenen Buchten - und gehen auf an Entdeckungsreise.
Auf Raiatea gibt es den einzigen befahrbaren Fluss in ganz Französisch Polynesien, den Faaroa River. Also rein in das Kajak und dann mal sportlich durch die Bilderbuchbucht von Faaroa bis zum Fluss paddeln. Eine wild wuchernde tropische Landschaft empfängt uns dort, selbst stromauf paddeln ist kein Problem. Zudem lockt am Flussufer ein sehr attraktiver Zwischenstopp mit einem romantischen Spaziergang durch einen der schönsten Botanischen Gärten von ganz Polynesien. Vor giftigen Tieren muss auf Französisch Polynesien nicht gewarnt werden – der Inselarchipel ist „giftfrei“.
Ein ganz anderes Bild der Insel vermittelt der Haupthafen Uturoa (dort ist auch der Heimathafen unseres Katamarans) Eine Markthalle, kleine Supermärkte, China Shops und kleine Restaurants prägen diesen einzigen größeren Ort der Insel. Hinter der Stadt ragt der Mt. Tapioi 294 m in den Himmel, ein kurzer Wanderweg führt zu einem tollen Ausblick.
Die Insel gilt als die Wiege der polynesischen Kultur. Der Legende nach sollen vor über 1000 Jahren Maori auf der Insel gelandet sein. Dazu passt auch die Legende, dass die Insel nach der Königin Rai und dem Krieger Atea benannt wurde, damit wäre der Inselname erklärt.
Die „heilige Insel“ soll als erste besiedelt gewesen sein. Hirto, der Sohn des Schöpfergottes Taaroa, war ihr erster König und der Begründer der Dynastie und der UNESCO geschützten Versammlungsstätte Taputapuatea in Opoa. Hiro soll es gewesen sein, der die großen Kanus gebaut hat, mit denen die Eingeborenen nach Rarotonga und Neuseeland gesegelt waren. Jedenfalls haben viele verschiedene Sehenswürdigkeiten der Insel eine sagenumwobene polynesische Geschichte.
Südseetraum Tahaa
Es sind nur wenige Segelmeilen zum nächsten 5 Sterne Stopp. Auf der hügeligen, immergrünen Insel Tahaa leben ca. 5000 Einwohner - und es gibt zahlreiche Vanilleplantagen. Tausende Palmen wiegen sich an den Stränden im Wind – Südseeidyll pur. Vor der Uferkulisse stehen die einsamen Stelzenhäuser der Perlenfarmen. Hier werden die berühmten schwarzen Perlen gezüchtet. Interessant sind Demonstrationen und Erklärungen wie Fremdkörper in das Fleisch der Austern gesetzt werden. Und natürlich sind Käufer willkommen!
Unterwasserfreaks sind hier im Dreamland. An die dreißig Grad hat das Wasser in der seichten Lagune und ist glasklar. Beste Voraussetzungen also, um gemächlich durch Korallengärten zu gleiten. Die Fische scheinen sich nicht stören zu lassen. Sie wirbeln weiter durch die Korallen, stöbern weiter im weißen Sand nach Leckereien. Irgendwo weiter draußen kurbeln wohl auch Haie durchs Wasser.„Riffhaie sind ungefährlich, ihr könnt über ihnen problemlos schwimmen und schnorcheln“, lächelt Tony. Mulmig ist das Gefühl trotzdem, wenn man nach dem geschmackvollen Lunch– selbst gefangener Fisch – seine Schwimmrunden im glasklaren Wasser um den Kat zieht – und unten am Grund drei „Riffies“ elegant durch das Wasser gleiten. An den leckeren Sportlern über ihnen scheinen sie nicht interessiert zu sein. Gott sei Dank!
Süßes Bordleben
Der Tagesrhythmus am Segelkatamaran ist sehr individuell. Frühaufsteher sind schon vor Sonnenaufgang mit dem Kaffeehäferl oder einem Glas Orangensaft oben beim Steuerrad, genießen die leichte Brise , die Stille, die Silhouette der nächsten Insel – und zumeist fulminante Sonnenaufgänge. Dann ein herzhaftes Frühstück – und der nächste Erlebnistag kann beginnen. Segel – und Ankerstunden laden zum Chillen und Sonnenbaden an Deck, Aktive haben immer die Möglichkeit mit Seakayak oder per Stand up Paddling auf Entdeckungsreise zu gehen. Und Fotografen schweben ohnehin im siebten Himmel, endlose Motive und Farbenorgien in Blau, Grün und Rot laden zum professionellen Knipsen. Besonders spannend sind die Einfahrten durch enge Riffpassagen in die Lagunen zu beobachten. Dann steigt die Erwartungshaltung, die Suche nach dem nächsten Ankerplatz fürs Schnorcheln oder für den Landgang beginnt. Unsere Bordküche übertrifft sich jeden Tag selbst. Längst ist das Kochen von Thea zur Zeremonie geworden und ambitionierte „Nachahmer“ schauen ihr genau beim Kochen und Würzen genau über die Schulter. Zum Genuss nach Lunch und Dinner gehört auch viel Zeit, um sich auszutauschen, zu reden, zu träumen, zu planen. Das ist der wahre Luxus dieser langsamen Reise.
Honeymoontraum Bora Bora
Allein der Name bürgt für Südseefeeling pur, die Wasserfarbe in der Lagune ist unglaublich, die Anzahl der Blautöne sind schier unendlich – und die Wanderung auf die Bilderbuchberge ist schweißtreibend. Über Superlative lässt sich streiten, aber hier sind sie berechtigt. Die seichte, türkisblaue Lagune ist ungefähr drei Mal so groß wie die Insel selber. Und das Riff, das sich nur an einer Stelle öffnet, schützt ein einzigartiges Biotop vor dem wilden Ozean. In der Lagune haben über 700 Meeresbewohner, darunter viele Rochenarten, ihre Heimat gefunden haben. Bei einem Landgang erfolgt der Empfang mit Südseerhythmen und duftenden Blumengirlanden. Mit Jeep, Quad oder traditionell mit dem Moped lässt sich das Inselchen, auf dem ca. 9000 Menschen leben, wunderbar erkunden. Palmenstrände, kleine verträumte Ortschaften, Dschungelszenarien und spitze Bergzackenlocken – und viel Geschichte. Schließlich haben die US Soldaten die Kunde vom schönsten Kriegsstützpunkt der Welt nach Hause gebracht - und für Touristenstürme gesorgt.
Jedenfalls gehören die Bunker und Geschütze auf der Insel auf jede „to do“ Tourliste , genauso wie das Kultlokal „Bloody Mary“.
Zurück an Bord fasziniert ein Sonnenuntergang mit unglaublichen Rottönen. Es ist eine perfekte Zeit, um mit dem Sundowner in der Hand diese Luxuskulisse zu würdigen. Am nächsten Tag fasziniert das Unterwasserleben der Lagune genauso wie eine Seakayakfahrt zum Riff und zu den berühmten Overwater Bungalows. Wer nach dem Segeltörn noch ein wenig Kleingeld zur Verfügung hat und richtig feudal relaxen möchte – welcome in paradise!
Huahine voraus
Der Legende nach trennte der Riese Hiro, der Halbgott der Diebe, mit seinem Kanu die Insel Huahine in zwei Teile: Huahine Nui (die große Insel) und Huahine-Iti (die Kleine Insel). Dabei entstanden die Bourayne Bay im Westen und Maroe im Osten. Beide Inseln sind durch eine enge Brücke verbunden, Aussicht und Lage ist spektakulär. Ansonst schlummert die „Garden Insel“ gemächlich vor sich hin, die Menschen sind relaxed und freundlich, Stress scheint unbekannt zu sein. Hier ticken die Uhren tatsächlich etwas langsamer. Die liebliche hügelige Lage hat auch hier zu einer frühen Besiedelung geführt, ein polynesischer Kultplatz belegt das eindrucksvoll. Huahine wird genauso wie Tahaa und Raiatea als Vanilleinsel bezeichnet. Hochwertige Vanilleschoten werden vielfach verwendet, sie erzielen Rekorderlöse am Weltmarkt. Das und sehr viel mehr lernt man bei einem Besuch auf einer Vanillefarm
Raiatea - Endstation Sehnsucht
Fast wehmütig verlassen wir unseren „Dream Yacht Charter“ Kat, verabschieden uns herzlich und blicken sehnsuchtsvoll zurück in den Hafen von Uturea. Das war sicher nicht die letzte Tour mit Dream Yacht Charter, ihre Philosophie „klein, fein, individuell“ passt perfekt in die Südsee. Nach so vielen Eindrücken sollen noch einige ruhige Tage das Abenteuer Südsee stimmig ausklingen lassen vor dem langen Heimflug. Gemütlich auf der Küstenstraße cruisen und die Langsamkeit von Raiatea entdecken, bei mystischen Ausgrabungsstätten den Geheimnissen der Tikis, steinerner Menschendarstellungen, folgen. Die Einwohner verehren auch heute noch ihren Urgott, der den ersten Menschen erschaffen haben soll. „Der Glaube an das Mana, die spirituelle Kraft der Vorfahren ist, trotz christlicher Missionierung, geblieben“, hatte der lokale Guide erklärt. Als Polynesier sind sie auf ihre Traditionen und die Kultur stolz. Noch chilliger ist es genüsslich am Steg in immergrüne Traumbuchten zu schauen - oder doch wandernd auf den 772 m hohen Mt. Temehani auf Entdeckungsreise gehen. Es ist der einzige Ort der Welt, wo man die Blüte des Tiare Apetahi sehen kann. Das „Edelweiss von Französisch Polynesien“ ist eine zierlichen weiße Blume mit fünf Blüten blättern. Man sagt, sie sei die Hand einer schönen, verliebten Prinzessin, die einst auf dem Gipfel des Berges Temehani verschwunden ist. Einen geheimnisvolleren Ort mag man sich im Reich der Südsee wohl nicht mehr vorstellen. Endstation Sehnsucht erreicht!
